Jeder kann Yoga üben

So wird es immer gesagt. Dabei sind bestimmte Dinge zu beachten. Dann ist es tatsächlich für jeden möglich.

Aber wie kann das Yoga-Üben aussehen?

Zunächst schauen wir uns einmal den Platz an, an dem du deine Yogamatte ausrollst. Der Raum sollte sauber und gut durchgelüftet sein. Wenn ich unterwegs bin, übe ich meist draußen. Da versuche ich immer eine windstille Ecke zu finden. Denn der Wind lenkt oft von den Bewegungen und Haltungen ab.

Ausstattung

Ja, du brauchst eine Matte. Damit fängt es an. Entweder einen Teppich oder eine rutschfeste Yogamatte. Diese würde ich bevorzugen. Denn einige Haltungen, wie z.B. der Hund, sind kaum zu einzunehmen, wenn deine Hände oder Füße weggleiten.

Du brauchst genügend Platz um dich herum, damit du deine Arme und Beine ausbreiten kannst.

Vielleicht brauchst du auch Hilfsmittel. Das könnte ein Stuhl sein, wenn du unsicher beim Aufstehen sein solltest. Oder auch um dich darauf zu setzen, wenn du nicht gut am Boden sitzen kannst. Bei Gleichgewichtsübungen kannst du dich daran festhalten.

Ein anderes Hilfsmittel könnte auch ein Gurt sein, damit du dich leichter dehnen kannst. Da gibt es extra Yogagurte. Aber oft reicht auch ein Jutebeutel aus. In die Handgriffe, kannst du dann deinen Fuß hineinlegen. Am Beutel ziehst du dich dann vorsichtig in die Dehnung hinein. Natürlich funktioniert es auch mit einem nicht zu schmalen Gürtel.

Weiter ist eine feste Decke sehr hilfreich. Diese kannst du zusammengefaltet als Sitzkissen nutzen. Du kannst sie dir auch unter ein Knie legen, wenn du im Schneidersitz sitzt. Oder unter beide Knie in der Rückenlage. In der Meditation legst du sie um deine Schultern, damit dir warm genug ist.

Du bist auf der Matte entweder barfuß, insbesondere wenn du Halt brauchst. Oder du trägst dicke Socken, damit deine Füße warm bleiben in den anderen Übungen.

Yoga in Bewegung

Kommen wir nun zum Yoga an sich. Wichtig ist, dass du auf deinen Körper achtest. Du beachtest deine Grenzen. Respektiere sie. So kannst du ohne Gefahr alle Haltungen einnehmen. Natürlich kannst du dich auch immer wieder ein wenig fordern. Allerdings solltest du keine Schmerzen spüren. Du gehst also nicht in den Schmerz hinein, wie es einige immer wieder sagen. Wenn du eine Haltung langsam einnimmst, kommst du an den Punkt, wo es unangenehm oder sogar schmerzvoll wird. Dann gehst du einen kleinen Schritt zurück und hältst.

Du übst also nach deinem eigenen Vermögen. So, wie es für dich möglich ist. Dein*e Yogalehrer*in gibt dir nur die Richtung, das Ziel vor. Du kannst sie als Orientierung oder auch als Vorschlag nutzen. Passt es dann für dich? Falls nicht, passt du die Bewegung oder Haltung an deine Möglichkeiten an.

Während des Übens sind deine Augen meist geschlossen. Außer im Stand oder im Gleichgewicht öffnest du deine Augen. Allerdings nur ein wenig, um dich zu orientieren. So bist du ganz bei dir. Du nimmst leichter deinen Atem wahr und kannst ihn mit deiner Bewegung in Einklang bringen. Du bist sehr achtsam dadurch.

Vielleicht ist es dir in meinen Yogavideos schon aufgefallen: Gibt es eine sog. Endhaltung in einer Einheit, wie z.B. eine Drehhaltung, dann wird sie in der Bewegung aufgewärmt um nach einer Weile die Haltung für eine Weile einzunehmen. Diese Weile kann unterschiedlich lang sein. Da gibt es den Spruch:

eine Minute für den Körper, drei Minuten für den Geist

Du kannst es einmal austesten, wenn du magst. Denn Yoga ist bekanntlich nicht nur für den Körper, sondern du wendest ihn ganzheitlich an.

Immer dann, wenn du eine Haltung für eine Weile eingenommen hast, gönnst du dir danach eine Pause. Spüre der Haltung nach. Was hat sie mit dir gemacht? Wie wirkt sie sich aus? Auf deinen Atem, deinen Körper und auch auf deinen Geist.

Die Bewegung wird meist in Kombination mit der Atmung geübt. Dabei achtest du darauf, dass du so weit wie möglich vollständig ausatmest. Flaches Atmen – vor allem, wenn du dich anstrengst – verhindert, dass genügend Sauerstoff in den Lungen ankommen kann. Gib deinem Atem genügend Raum, damit dein Körper besser versorgt ist.

Wie viel Yoga ist genug?

Falls du dich in einem Yogakurs angemeldet hast, weißt du, dass dort eine Einheit zwischen 75 und 90 Minuten dauert. Es gibt immer eine Sammlung zu Beginn und eine Entspannung am Ende. Dazwischen gibt es Bewegungen und Haltungen meist zu einem bestimmten Thema.

Allerdings ist es kaum möglich, jeden Tag so lange zu üben. Selbst jeden zweiten oder dritten Tag können wir uns meist nicht so viel Zeit freischaufeln.

Willst du also regelmäßig üben, reichen meist schon 20 Minuten täglich aus. Wenn dir selbst das noch zu lang ist, dann übe ruhig kürzer. Aber auf jeden Fall regelmäßig. Das ist förderlicher, als nur einmal in der Woche lange zu üben.

Es ist aber auch so, dass, gerade wenn du gerne abends übst, du immer eine Weile brauchst, um überhaupt bei dir anzukommen. Runterzukommen. Dann ist eine Einheit von ca. 45 Minuten gut geeignet. Das ist nicht jeden Abend nötig. An anderen Tagen reicht es dann auch aus, nur etwas für deinen Körper zu tun (eine Minute halten für den Körper…)

Du liest diese Zeilen vielleicht, weil du ab und zu mit meinen Videos übst. Da schlage ich dir vor, öfter das gleiche Video zu wiederholen. Damit kommt langsam eine Routine auf. Du kennst den Ablauf und kannst dich so besser auf dich konzentrieren, als immer wieder nachzuschauen, was als nächstes kommt. Dazu hast du auch Möglichkeiten gefunden, Übungen für dich abzuwandeln. So profitierst du am meisten vom Yoga.

Wie ich schon sagte, liegt in einer Yogastunde meist der Fokus auf einer bestimmten Haltung oder einem bestimmten Ablauf. Das heißte allerdings nicht, dass einseitig geübt wird. Vielmehr wird in einer Yogastunde immer der gesamte Körper angesprochen. Lediglich der Fokus wird auf eine bestimmte Region im Körper gelegt. So sind bei den gleichen Übungen immer wieder neue Aspekte zu entdecken.

Fazit

Yoga ist tatsächlich für jeden möglich. Denn – wie man so schön sagt – jeder nach seiner Fasson…

  • Du richtest deine Umgebung entsprechend ein, mit allen Hilfsmitteln, die nötig sind.

  • Während des Übens achtest du deine Grenzen. Wandelst ggf. die Bewegungen und Haltungen für dich um.

  • Du übst regelmäßig, so oft es dir möglich ist. Nach einer Weile wirst du feststellen, dass deine Grenzen sich verschieben. Du wirst beweglicher, hast eine gut ausgebildete Muskulatur und fühlst dich einfach wohl in deiner Haut.

  • Deine Seele mag gerne in deinem Körper wohnen.

Auf meinen Videokanal bei YouTube findest du mittlerweile jede Menge Videos in verschiedenen Längen. So kannst du nach Belieben deine Lieblingssequenzen raussuchen und für dich abwandeln.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg dabei!

Namasté

Gaby

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